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Wussten Sie…

...dass auch Briefe fliegen können?

In dicken schwarzen Lettern steht „airmail“ und „par avion“ auf unserem Brief aus den USA, der Briefumschlag ist eingefasst von einem auffälligen blau-weiß-roten Rand.

Dass Briefe aus dem weit entfernten Ausland meist per Luftpost transportiert werden, ist weitreichend bekannt. Ein sinnvoller Schritt, garantiert doch kein anderes Transportmittel eine derart schnelle Abwicklung. Doch dass selbst auf nationalen Strecken Briefe mit dem Flugzeug befördert werden, ist für viele überraschend. So nutzt zum Beispiel die Deutsche Post nachts die freien Kapazitäten von Lufthansa, Air Berlin und co., um eilige Post zwischen Knotenpunkten wie München, Frankfurt oder Hannover zu verschicken. Zu diesem Zweck werden die Briefkisten und Briefsäcke einfach dort verstaut, wo tagsüber die Passagiere Platz nehmen – in der Kabine.

Oftmals merkt der Empfänger überhaupt nicht, dass sein Brief bereits „in die Luft gegangen“ ist. Für die Post stellt dies eine effektive Möglichkeit dar, die Strecke München-Hannover in einer guten Stunde zu verbinden – auf der Straße würde solch ein Weg gut und gerne 7 bis 8 Stunden beanspruchen. Obwohl hier in den vergangenen Jahren versucht wurde einzusparen und es einen Rückgang in diesem Sektor zu verzeichnen gab, so hat man doch erkennen müssen, dass es ohne nächtliche Luftpost nicht geht und die Frequenzen wurden wieder erhöht. Die Post fliegt übrigens nicht ausschließlich nachts mit. Oftmals sitzen Sie als Passagier auch wortwörtlich „auf den Briefen“. Nämlich dann, wenn Postsäcke im Frachtraum des Linienfluges mitfliegen. Sei es von Salzburg nach Budapest oder von Wien nach Singapur, ein eiliger Brief findet immer einen freien Platz, um ans Ziel zu gelangen.

In anderen Ländern geht es gar nicht ohne Luftpost. So wird beispielsweise in Australien ein Großteil der Postsendungen über Flugzeuge abgewickelt – die Distanzen zwischen den Metropolen sind einfach zu groß für eine pünktliche Beförderung auf Straße oder Schiene. Denken Sie daran, wenn Ihnen das nächste Mal ein „Brief ins Haus geflogen kommt“…

Text: Maximilian von der Hagen

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